Jagdhornbläser

Bläser-01Das Jagdhorn in Deutschland – so wie wir es heute kennen – hat seine Ursprünge im 19. Jahrhundert und ist damit nicht so alt wie manche gern glauben mögen. Eingang in das Waidwerk fand es über die Jäger- und Schützeneinheiten des deutschen Bundesheeres, die ein kreisförmiges Signalhorn zur Unterscheidung von der Infanterie mit ihrem Bügelhorn führten.
Die im deutschen Bundesheer dienenden Förster und Berufsjäger nahmen es mit ins Zivilleben, ebenso wie manches militärische Signal, das zum Jagdsignal umgewidmet wurde.
Benannt ist das Horn nach Hans Heinrich XI von Hochberg, Fürst von Pless , Oberstjägermeister unter den Kaisern Wilhelm I. und Wilhelm II.
Das „Fürst-Pless-Horn“ zeichnet sich durch seine große Reichweite aus und diente damit der Verständigung auf dem Schlachtfeld bzw. später zwischen Jagdleitung, Jägern und Treibern. Der gesamte Ablauf der Jagd wurde mit den Jagdhörnern gesteuert. Dazu sind die Jagdleitsignale entstanden, die oft nur aus wenigen Takten bestehen. Die Bedeutungen der markanten Tonfolgen war Jägern sowie Treibern bekannt und löste die gewünschte Aktion aus.

Bläser-02Jagdhörner sind immer noch gut für die Jagdpraxis geeignet.
Zusätzlich können heute die Anweisungen des Jagdleiters per Handy oder Funkgerät an die Teilnehmer einer Jagd übermittelt werden. Hier steht die Effektivität und nicht die Jagdromantik im Vordergrund.
Von den zahlreichen Jagdleitsignalen sind heute nur noch wenige im praktischen Gebrauch.
Geblieben ist aber die Tradition, dass Jagdhornbläser eine Jagd umrahmen und mit Ihren Klängen ein gutes Stück Tradition und Jagdkultur aufrecht erhalten: 

 Die Jagdsignale

Aufbruch zur Jagd Begrüßung Jagd vorbei Halali
Aufbruch zur Jagd Begrüßung Jagd vorbei Halali

sind Signale, die bei keiner Jagd fehlen (sollten). Am Ende eines Jagdtages wird die Strecke verblasen, d.h. eine erlebnisreiche Jagd geht zu Ende, man lässt die Ereignisse Revue passieren, und jede erlegte Wildart wird mit ihrem eigenen Totsignal geehrt. 


Bläser-03Schon früh wurde erkannt, dass die angenehmen Töne der Jagdhörner ein Genuss für Musikliebhaber sein können. Es entstanden die Jagdhornbläsercorps, die diesen Teil der Jagdkultur pflegen und weiter entwickeln.

 

 

Seit über 60 Jahren besteht das Bläserkorps der BJV Kreisgruppe München und ist damit eine wesentliche Stütze unseres jagdlichen Brauchtums. Mit derzeit ca. 20 wettbewerbsfähigen Jagdhornbläsern und –bläserinnen nimmt es regelmäßig an Wettbewerben teil und erringt dabei fast immer vordere Platzierungen.

Bei den Landesbläserwettbewerben sind wir natürlich auch immer dabei.

 

 

Bläser-05Auch sind wir auf den verschiedensten Veranstaltungen in und um München vertreten, wie hier im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum in München.

 

 
Neben dem Fürst-Pless-Horn wird bei uns auch das Parforcehorn in „B“ geblasen, das eine Oktave tiefer gestimmt ist und damit eine klangliche Bereicherung darstellt. 

 

Bläser-06Für jeden, der das Jagdhornblasen erlernen möchte, sind wir eine gute Adresse. Wir haben eine eigene Übungsgruppe für die Einsteiger, in der mit viel Spaß und Begeisterung dem Horn die Töne entlockt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Erklärtes Ziel der Übungsleiter ist es, alle geneigten Anfänger zur Wettbewerbs bzw. Korpsreife zu führen.

Die Anfänger üben Montag von 19:oo – 20:oo Uhr in der Grundschule in der Schrobenhausener Straße.

Das Korps übt Dienstag von 19:oo – 21:oo Uhr in der Grundschule an der Ichostraße in Giesing.

Wir laden Sie ein mitzumachen. Sie werden es nicht bereuen!

Interessenten wenden sich bitte an den Korpsleiter und Betreuer der Anfänger:
Christoph Finzel  – Tel.: 089 – 38 98 970  –  Mobil: 0177 – 30 16 497 

oder dessen Vertreter: 

Hans Axmann  –  Tel.: 089 – 201 33 96

Beide sind auch über unser Kontaktformular zu erreichen

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