Lehrrevier

Die Praxisausbildung:

Praxis_001_1Praxis_001Lange Zeit leistete unsere urige alte Jagdhütte im Forstenrieder Park gute Dienste in der praktischen Jungjägerausbildung.
Viele Jagdschüler, auch heute noch im Verein aktive, haben in dieser alten Hütte bei Wind und Wetter schöne Reviertage verbracht aber letztendlich war sie den Anforderungen, auch auf Grund ihres Alters nicht mehr gewachsen.

Also wurde beschlossen an anderer Stelle eine neue größere Hütte samt Gerätehaus zu bauen.
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Seit Fertigstellung der neuen Behausung kann den Jungjägern eine noch bessere und komfortablere Ausbildung geboten werden.

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Mit der feierlichen Einweihung der neuen Hütte wurde diese ein fester Bestandteil und Mittelpunkt des Lehrreviers und der Jungjägerausbildung sowie Vereinsaktivitäten.

 

 

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Über dies Alles wacht unser Revierleiter Heinrich Höfellner mit seinem Team und versucht den Frischlingen ein komplettes Jagdjahr zu vermitteln.

 

 

 

Das Ausbildungsjahr:
Da man bei uns zu jeder Zeit in den lfd. Jagdkurs einsteigen kann, haben wir die Beschreibung der praktischen Ausbildung am Jagdjahr ausgerichtet.
Das Jagdjahr beginnt immer  am  1.April und endet im darauffolgenden Jahr zum 31.März.
Wir denken aber, daß wir hier dennoch einen einigermaßen guten Überblick über den Ablauf der praktischen Jägerausbildung in unserem Lehrrevier geben können.
Jeder neue Jagdschüler bekommt eine theoretische Einweisung ins Lehrrevier, diese beinhaltet einen Reviergang sowie kennenlernen der Reviergrenzen und was sonst noch Alles dazu gehört.
Praxis_017der „April“
…macht  noch mal richtig Arbeit, denn hier kommt der Fallenlehrgang in Theorie als auch in der Praxis mit den Lebend- und Totschlagfallen. Als Vorbereitung auf den anstehenden Aufgang der Jagd werden auch die Schußschneisen wieder freigeschnitten und Hochsitze kontrolliert, Prischwege angelegt, neue Hochsitze oder Leitern gebaut. Auch immmer im April beginnter der neue Ausbildungskurs der Jagdhunde.

mit Beginn der Jagdsaison im „Mai“image
…wird es richtig spannend

  • mit Ansitzen,
  • Aufbrechen (nach der Fleischhygieneverordnung),
  • aus der Decke schlagen
  • und Zerwirken von Wild.
  • Wildkrankheiten erkennen
    (bedenkliche Merkmale und Organe auf Krankheitserreger untersuchen).

 

 

im „Juni“Praxis_021…stehen  neben der Bejagung auch Revierarbeiten an,

  • wie der Bau, das Aufstellen, das Umstellen und Ausbessern von Hochsitzen
  • sowie Reparaturarbeiten an allen Reviereinrichtungen.
  • praktischer Unterricht in oder an der Jagdhütte mit Pflanzen, Zweigen usw.

so im „Juli“Praxis_024…wird es dann etwas gemütlicher. Neben der Pflanzenkunde, erkennen der Präparate und den üblichen Revierarbeiten gibt es für den Lehrgang ein Sommerfest mit Spanferkel und Steckerlfisch. Auch nicht zu vergessen es ist langsam Blattzeit und es wird die Rehwildbejagung mittels Lockmitteln vermittelt. Hier auch Ansitzen mit den Ausbildern möglich.

im „August“Praxis_025…es ist kaum zu glauben haben auch wir mal Ferien.

 

 

der „September“Riedenburg_2…ist noch ein interessanter Monat, hier werden den Jungjägern während einer Exkursion nach Riedenburg die Wildackerpflanzen  erklärt. Als Abschluss des Tages gibt es dann noch eine Greifvogelflugschau auf der Rosenburg.

 

der „Oktober“Praxis_007….hier werden die Winterfütterungen werden aus dem Sommerquartier geholt, kontrolliert und aufgestellt. Dies ist die Vorbereitung für die Erhaltungsfütterung des Rehwildes im Winter. Hierzu gehören auch die Kontrolle der Futterstellen sowie das einsilieren von Apfeltrester.  Auch müssen die Futterautomaten für die Singvögel aufgefüllt werden . Ganz wichtig ist auch das Bestücken der Salzlecken.

im „November“Praxis_008…wird es dann spannend mit der theoretischen Vorbereitung auf die anstehende Lehrreviertreibjagd die dann mit anschließendem Knödelbogen und Jagdgericht ihren Ausklang findet. Auch stehen hier neben der Revierarbeit noch Reviergänge mit Pflanzenkunde und die Überprüfung der Luderplätze an (nicht nur im November)

auch im „Dezember“Praxis_011…wird das Revier in Ordnung gehalten. Nebenbei gibt es noch die Unterweisung in das Brauchtum in Theorie und Praxis. Als Abschluss des Jahres findet dann eine Weihnachtsfeier für die angehenden Jungjäger in der Jagdhütte statt.

 

im „Januar“Praxis_012…geht‘s dann weiter wie im Dezember aufgehört. Hier werden die Jungjäger  mit Fährten und Spuren im Schnee vertraut gemacht. Auch wird die Fuchsbejagung mit Ansitz auf dem kalten Hochsitz sowie theoretisch in der warmen Hütte vermittelt.

 

 

 

ziemlich schnell kommt dann der „Februar“Rotwildfütterung 1…und hier werden die Jagdschüler mit den verschiedenen Schutzarten zur Vermeidung von Wildschäden, wie Verbissschutz, Einzel- und Flächenschutz  vertraut gemacht.  Auch in diesem Monat gibt es wieder was besonderes und das ist  der Besuch des Rotwildgatters in Garmisch-Partenkirchen wo das Ansprechen von Rotwild geübt wird.

im „März“Lehrrevier_019…wird es dann schon etwas schwieriger abgesehen vom reinigen, reparieren  und neu aufhängen der Vogelnistkästen für die Höhlenbrüter. (Vogelschutz ist Wild vor Krankheiten zu schützen). Jetzt geht es los mit der Pflanzenkunde und zwar die Bäume und Sträucher im Frühjahr zu erkennen, sowie das Anlegen von Hecken (Benjeshecken).

Ja und dann ist auch schon wieder ein Jagd- und Ausbildungjahr vorbei. Einige der Jungjäger haben mittlerweile schon Ihre Jägerprüfung bestanden und andere müssen sich jetzt schleunigst auf die anstehenden Prüfungen vorbereiten.

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